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Geschichte der Blessing GmbH & Co. KG

Das Unternehmen Blessing mit Sitz in Pfullingen befindet sich immer noch im privaten Besitz direkter Nachfahren von Robert Blessing.

Blessing befasst sich heute mit der Verwaltung, Vermietung und Verwertung diverser Immobilien, vor allem dem Blessing-Areal, welches von der Briefumschlagfabrik Blessing über 80 Jahre lang als Verwaltungssitz und Produktionsstätte genutzt wurde und jetzt zusammen mit der Schöller-Gruppe zum „Kaiser – Viertel“ entwickelt wird.

Weil das Geschäftsmodell "Sonderprodukte aus Papier" nach drei Jahrzehnten nicht mehr in ausreichendem Maße funktioniert hat und der Briefumschlagmarkt binnen kürzester Zeit zusammengebrochen war, musste auch in einem traditionsreichen Unternehmen wie Blessing die schwere Entscheidung getroffen werden, sich von dem angestammten Geschäft zu trennen. In der Tradition von Robert Blessing werden heute mit Blessing ConSys, KontrastPlus und Schalkenbosch Weinvertrieb drei neue Unternehmen geführt, die über Martin Benz mit Blessing verbunden sind.

Historische Meilensteine:

1927

Der aus Göppingen stammende Robert Blessing übernimmt nach mehreren Stationen in Unternehmen der Druckerei- und Papierverarbeitungsbranche, darunter einer 11-jährigen Tätigkeit bei Otto Ficker in Kirchheim / Teck, die Knapp´sche Druckerei in Pfullingen mit 45 Mitarbeitern und gründet damit sein eigenes Papierverarbeitungsunternehmen.


1932

Robert Blessing kauft die erste Rotationsbriefumschlagmaschine und beginnt die industrielle Fertigung von Briefumschlägen.

 


1970

Nach einem langen Unternehmerleben stirbt Robert Blessing nachdem er sein Unternehmen durch bewegte Zeiten wie Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg, Wiederaufbau, Währungsreform und Wirtschaftswunder geführt hatte. Nach seinem Tod übernimmt seine Tochter Gertrud Benz die Geschäftsleitung mit 235 Mitarbeitern.

 

 

 


1979

Ulrich Benz, der Sohn von Gertrud Benz, übernimmt die Geschäftsführung. Er konzentriert sich seit Anfang der Siebziger Jahre auf die Herstellung von Sonderprodukten aus Papier und baut die führende Marktstellung von Blessing in diesem Marktsegment sukzessive aus.

 


1989

Blessing übernimmt die Wilhelm F. Bünten GmbH & Co. KG, Scheer im Kreis Sigmaringen. Der Standort wird 2004 nach Kirchheim verlagert.

 


2000

Der Sohn von Ulrich Benz, Martin Benz, steigt während der bereits beginnenden Krise der Briefumschlagindustrie als zweiter Geschäftsführer ein und wird nach einer Konsolidierung des Gesellschafterkreises im Juni 2002 Gesellschafter der Blessing GmbH & Co. KG.

 


2003

Ulrich Benz scheidet nach über 40-jähriger Tätigkeit für das Unternehmen aus der Geschäftsführung aus und übernimmt den Vorsitz des Beirats der Gesellschaft.

 


2004

Im Rahmen der Fusion mit der Otto Ficker AG, Kircheim/Teck gibt Blessing den operativen Geschäftsbetrieb auf und beteiligt sich mehrheitlich an der neu gegründeten BlessOF GmbH.

 


2007

Nach über dreijähriger Restrukturierung von BlessOF wird klar, dass die zukünftige Planung mit einer Ausrichtung des Unternehmens auf das Segment Direct Mail in einem liberalisierten Postmarkt, nicht aufgeht. Der generelle Wandel, der sich aufgrund der Internet-Technologie im Markt vollzieht, führt zu einem desaströsen Wettbewerb unter den verbliebenen Anbietern und zu einem Verfall der Wertigkeit von Sonderprodukten. Dazu kommt erschwerend, dass sich mehrere große Wettbewerber zu einem unerlaubten Kartell zusammengeschlossen haben, welches erst Jahre später auffliegt. Der letztendliche Auslöser für den Entschluss das Unternehmen BlessOF zu verkaufen ist die Einführung von Mindestlöhnen für die Postdienstleister, die durch die Allianz zwischen Deutscher Post und Politik möglich wird und damit den freien Wettbewerb unter den Postdienstleistern und mithin die Deregulierung des Postmarkts verhindert.

 


2008

Verkauf der Beteiligungen von Blessing und OFK an der BlessOF GmbH an die Mayer-Kuvert-network GmbH, Heilbronn.
Als letzte der drei Töchter von Robert Blessing verstirbt Gertrud Benz Anfang Oktober im Alter von 96 Jahren. 

 


2009

Start der Entwicklung der Bauabschnitte 63, 71 und Rieger zum Gewerbepark mit Kfz-Lagerhalle.

 


2012

Der Gewerbepark erreicht mit ca. 40 Mietparteien einen Vermietungsstand von etwa 90 %

 


2014

Im Oktober wird der Kauf- und Entwicklungsvertrag mit der Schöller-Gruppe, der eine Entwicklung des Blessing-Areals zum Kaiser-Viertels vorsieht, abgeschlossen. Ende November endet die Duldungsfrist der Stadt Pfullingen für die Nutzung der als Gewerbepark vermieteten Gebäudeteile.

 


2015

Die Firma Schöller beginnt mit den Baumaßnahmen für den Bauabschnitt 1 des Kaiser-Viertels

 


2016

Fertigstellung des Bauabschnitts 1. Die Gebäude 63, 71 und Rieger des Blessing-Areals werden abgerissen und Schöller beginnt mit den Baumaßnahmen für den Bauabschnitt 2 des Kaiser-Viertels.

 


2018

Fertigstellung des Bauabschnitts 2 durch die Fa. Schöller. Das Blessing-Areal hat nun ein neues Gesicht und die Verbindung einer zu 100% vermieteten Gewerbeimmobilie (Büroflächen) und dem durch Schöller neu bebauten sog. „Kaiser-Viertel“ ist nun es nun wieder ein attraktives Quartier in Pfullingen.

 

Das Blessing-Areal/Kaiser-Viertel

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martin.benz(at)blessing.de